Politik lieben lernen!

Die Grundidee für unser Projekt „Politik lieben lernen!“ kam uns bereits vor einiger Zeit, im
Zeitraum der letzten Landtagswahlen. Auslöser waren gerade die für uns erschreckenden
Wahlergebnisse im Bezirk Halle‐Neustadt. Also dort, wo unsere Schüler aufwachsen.
Natürlich stellten wir uns die Frage, woran dieses Ergebnis gelegen hat und erhofften uns
spätestens nach der letzten Bundestagswahl, bei der sich die Tendenzen aus den
Landtagswahlen bestätigten, auf dem politischen Diskussionsabend im Teutschenthaler
Schloss (November 2017) antworten zu bekommen. Vorallem aber, wie sich die
Bundestagsabgeordneten aus Halle, dieser Entwicklung zukünftig entgegenstellen wollen.
Ergebnis des Abends war für uns die Erkenntnis, dass nicht nur die Politik, sondern auch die
restliche Gesellschaft eine Verantwortung trägt, um dabei zu helfen, dass sich diese
Tendenzen langfristig nicht halten können. Mit dieser Erkenntnis im Gepäck fingen wir
wieder an unsere Kraft für das Projekt einzusetzten und entschlossen uns dabei helfen zu
wollen, gerade dort entgegen zuwirken, wo die populistischen Strömungen starken Zuspruch
generieren. Das Ziel unserer Tätigkeit soll daher sein: unsere Schüler schon im jungen Alter
für Politik mehr zu sensibilisieren und zu begeistern. Denn wir schätzen, umso früher junge
Menschen in Kontakt mit Politik treten, positive Erfahrungen sammeln und mit ihr
verbinden, desto weniger anfällig sind sie, sich später wenig mit Politik auseinanderzusetzen
und deren nutzen für sich selbst nicht zu erkennen. Die positive Erfahrung soll sich gerade in
der Fahrt nach Berlin und dem persönlichen Gespräch mit einem Abgeordneten
widerspiegeln. Zukünftig sollen weitere Projekte unter diesem Motto folgen bei denen wir
aktuell an Ideen sammeln. Unter den Ideen befinden sich aktuell: ein Landtagsbesuch, der
Besuch einer Gedenkstätte (Widerstand/Verfolgung) oder Workshops mit anderen
Organisationen im Bereich Planspiele uvm.

Aktivitäten

Die Berlinfahrt als Startevent

Die Berlinfahrt sollte als Sommerfest, also als letztes Mentoring‐Together vor den
Schulferien umgesetzt werden. Bisher hatten wir als Sommerfest (Juni/Juli) immer ein etwas
kostspieligeres Event geplant. Grober Plan ist, die komplette Fahrt an einem Tag durchzuführen. Dies scheint im ersten Moment vielleicht stressig zu sein, halten wir aber dank der guten Anbindung von Halle an Berlin weiterhin für umsetzbar. Dementsprechend fuhren wir am frühen morgen mit der Bahn nach Berlin, um dann die Reichstagsführung und im Anschluss das Gespräch mit Herrn Bernstiel zu haben. Zum Mittagsessen ging es ins benachtbarte Paul‐Löbes‐Haus, wo es ein gratis Mittagsessen für alle Teilnehmer gab. Nach der Mittagspause fand eine kleine selbstorganisierte Führung, um die nächstgelegenen Sehenswürdigkeiten (Brandenburger Tor, Holocaust‐Denkmal usw.) statt. Im Anschluss an die Stadtführung reisten wir am späten Nachmittag zurück, sodass wir am frühen Abend wieder in Halle ankamen. In Absprache mit den Eltern haben wir den Schülern Straßenbahntickets gekauft, um zurück nach Hause zu kommen. Insgesamt wurde die komplette Fahrt als auch das Gespräch mit dem Abgeordneten selber sehr positiv aufgenommen. Durch den Erfolg der Fahrt ist angepeilt die Berlinfahrt als regelmässiges Abschlussevent der zweijährigen Teilnahme umzusetzten.

Podiumsdiskussion „Schule von morgen – was brauche ich fürs leben?“

Am 6. Februar 2019 findet dann eine Podiumsdiskussion statt. Das Thema: „Schule von
Morgen – Was brauchen wir fürs Leben?!“. Zu den Mitorganisatoren gehört das
Kompetenzzentrum soziale Innovationen Sachsen‐Anhalt, Teach First Deutschland & der
Kinder‐ und Schülerrat der Stadt Halle. Ganz besonders freuen wir uns im Rahmen der
Veranstaltung auf Fragen und Anstöße von den Jugendlichen selbst, die wir in Vorbereitung
im Rahmen eines Workshops auf der Schülerratskonferenz am 11.01.2019 gemeinsam mit
den Schüler*innen sammeln werden. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion möchten wir
diese Fragen und Anstöße der Schüler*innen aus verschiedenen Perspektiven betrachten
und Zukunftsvisionen mit Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft sowie mit
Lehrkräften und Visionären diskutieren.

Es gibt bereits Zusagen von folgenden Diskustanten:

Eilika von Anhalt (Bureau Anhalt)
Angela Papenburg (Geschäftsführerin Papenburg AG)
Mandy Rauchfuß (Schulleiterin GS Heinrich‐Heine Halle‐Neustadt)
Dr. h.c Peter Daschner (Aufsichtsrat Teach First Deutschland, Robert‐Bosch‐Stiftung)
Ulrike Senff (Geschäftsführerin Quinoa‐Schule)

(Fotos folgen)

Workshop in Kooperation mit dem Friedenskreis Halle e.V.

Geplantes Event für die Mentoren und Mentees im ersten Halbjahr 2019. Ziel:
Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit dem Thema „Rassismus/Fremdenfeindlichkeit“.

Der Besuch des Landtages Sachsen‐Anhalts

Geplantes Event für die Mentoren und Mentees im zweiten Halbjahr 2019. Ziel:
Sensibilisierung und Auseinandersetzung mit dem Thema „Demokratie und lokale Politik“.

Auszeichnugen

Im Zuge des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie & Toleranz“ des Bündnises für Demokratie
und Tolerenz gegen Extremismus und Gewalt wurde das Projekt nominiert und in die
Datenbank der Homepage aufgenommen (https://www.buendnis-toleranz.de/themen/demokratie/173610/politik-lieben-lernen).